Die UNABHÄNGIGEN Fachbereichsgruppen (GIRAFFEN) sind ein Zusammenschluß von studentischen Initiativen aus verschiedenen Fachbereichen. Wir engagieren uns auf Fachbereichs- und Uniebene für eine studentische Hochschulpolitik ohne organisatorische Bindung an irgendeine Partei (daher: UNABHÄNGIGE) oder ideologische Zwänge (siehe unter Uniselbstverwaltung und Verfaßter Studentenschaft zu den Zusammenhängen). Daher sind wir für jeden individuellen politischen Standpunkt innerhalb des demokratischen Spektrums offen. Einen förmlichen Beitritt oder anderen formalistischen Ballast gibt es bei uns nicht. Parteipolitische Zwänge, Karrierestreben innerhalb einer Partei und Abhängigkeiten von Geld- oder Sachzwängen sind bei uns von vornherein ausgeschlossen.Was zählt, ist der Wille, sich zu engagieren. So kann bzw. sollte jeder einfach mit konkreten Projektvorschlägen oder Ideen bei uns reinschauen und sich auf diese Weise beteiligen (auf dieser Grundlage ist auch dieses GIRAFFEN-Info entstanden). Bei uns treffen verschidene politische Standpunkte von "grün-alternativ" bis "bürgerlich-liberal" zusammen; sofern man überhaupt so pauschale Etikettierungen vertreten kann. Daraus lebt unser Pluralismus. Wir sehen dies als Chance, durch diese Vielfalt möglichst interessengerechte Hochschulpolitik zu betreiben. Dadurch sind wir vor der Gefahr gefeit, die "einzig wahre Ansicht" zu vertreten. Vielmehr sprechen wir auf diese Weise prinzipiell alle Studierenden an und können in wichtigen Themen der Hochschulpolitik lösungs- und sachorientiert handeln. Die GIRAFFEN sind kontinuierlich seit 1975 in den diversen Gremien der universitären Selbstverwaltung vertreten und heben sich somit von den anderen scheinbar unabhängigen oder offenen Listen ab.
Das Konzept der GIRAFFEN ist eine nur den Interessen der Studenten verpflichtete, lösungs- und sachorientierte Hochschulpolitik. Mit dieser Prämisse verfolgen wir die hochschul- und sozialpolitischen Anliegen der Frankfurter Studentenschaft. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir mit allen kooperationsbereiten Partnern zusammen. Wir engagieren uns in den Fachschaften, Fachbereichsräten, im Studentenparlament, Konvent und Senat sowie in den Zentralen Ausschüssen. Durch dieses Insiderwissen können wir (leider) immer wieder auf Mißstände an unserer Uni hinweisen. Dazu brauchen wir aber andererseits auch Eure Anregungen. Wir wollen vor allem, daß die politisch Verantwortlichen langfristige Konzepte vorlegen, um endlich an der Frankfurter Universität mit ihren rund 37.000 Studierenden ein sinnvolles, zügiges Studium zu ermöglichen; Konzepte, die sich nicht nur an den Interessen der Minorität der Professoren, sondern an Deinen Interessen und Anliegen orientieren.
Unser Ziel ist, gemeinsam ohne Dogmen und falsche Berührungsängste die Situation der Studenten an unserer Uni umfassend zu verbessern. Dabei haben wir drei gleichwertige Arbeitsfelder:
das fachspezifische Engagement für studentische Belange - Verbesserung der Studienbedingungen, bessere Ausstattung und längere Öffnungszeiten der Bibliotheken etc. - in den Fachschaften und Fachbereichsräten,
das Anbieten von Infos und effektiven Studienhilfen, wie z.B. unsere Jura-Hausarbeiten- und -Klausurensammlung, Betreuung der wieder eingerichteten GiraffenBücherBörse, Skripten zu Vorlesungen des FB Chemie, gelöste Mathe-Übungsskripten, WiWi-Klausurensammlung, Arbeitsgemeinschaftenvermittlung in Jura, Erstsemesterberatung und -Info, Einrichtung und (Mit-)Betreung des Jura-Cafés, Verlängerung der Öffnungszeiten der Bibliotheken in besonders überlasteten Fachbereichen (wie z.B. Jura, WiWi), Organisation von kostengünstigem, nichtkommerziellem Laborbedarf für Chemiker, Pharmazeuten und Biologen durch die Fachschaft Chemie, Sammlung von Prüfungsfragen für Vordiplom und Diplom in Chemie/Physik/Biologie durch unsere Chemiker u.v.m.,
die Vertretung studentischer Interessen in den zentralen Gremien der Universität (Konvent, Senat, Ständige Ausschüsse) sowie Verfaßter Studentenschaft.
Ferner wollen wir die soziale Situation der Studierenden durch die Schaffung von günstigem Wohnraum, (Wieder-) Einrichtung einer funktionierenden AStA-Wohnungs- und Zimmervermittlung, bessere Erschließung der Universitätsstandorte (Niederursel, Kerngebiet, Uniklinik) durch den öffentlichen Nahverkehr oder den Widerstand gegen Studiengebühren (egal unter welchem Deckmäntelchen) verbessern helfen.
Außerdem arbeiten wir traditionell an einer Verbesserung der studentischen Mitbestimmung bei der Festlegung von Studieninhalten bzw. -ordnungen sowie einer verstärkten studentischen Beteiligung an der Hochschul(bau)planung oder besseren Möglichkeiten zum fächerübergreifenden und -verbindenden Studium (studium generale, Interdisziplinarität).
Als überzeugte Demokraten setzen wir uns jederzeit für die Vielfalt der Lehrmeinungen an allen Fachbereichen und den umfassenden Schutz der Meinungsfreiheit ein.
Die UNABHÄNGIGEN Fachbereichsgruppen (GIRAFFEN) arbeiten durch sachbezogene Argumentation und problemadäquate Initiative. Dies führt dazu, daß wir keine greifbaren dogmatischen Vorgaben haben. Aus diesem Grund sehen wir uns auch öfters dem Vorwurf ausgesetzt, wir seien politisch nicht einzuordnen. Für unsere Kritiker äußert sich das schon an unserer Struktur, da wir auf eine starre, sonst praktizierte Organisationsform verzichten. Freiwilliges Engagement, das nicht durch verpflichtende Gruppendisziplin oder Formalien eingeschränkt wird, steht für uns im Mittelpunkt. Imperative Mandate und strikte Fraktionsdisziplin können und wollen wir schon wegen der basisdemokratischen Konzeption unserer Gruppe nicht als politisches Instrument verwenden. Die Ausgestaltung unserer Politik erfolgt in praxi jeweils von den aktiven "Mitgliedern" sowie über die Treffen der einzelnen Fachbereichsgruppen und durch uniweite GIRAFFEN-Treffs.
Unser Engagement für eine ideologiefreie, hochschulbezogene und an den Problemen der Studierenden orientierte Politik, die auf das Erreichen konkreter, längerfristiger Fortschritte und spürbarer Veränderungen der Studiensituation sowie des sozialen Umfelds ausgerichtet ist, ist am besten vergleichbar mit der Arbeit überparteilicher Bürgerinitiativen. Daher erheben wir auch nicht den Anspruch, alle Studenten zu vertreten, da nach unserem Verständnis des politischen Lebens eine uniforme Willensbildung nicht existiert. So versuchen wir, unsere Initiativen und Projekte auf ein möglichst breites Spektrum unterschiedlicher Anliegen hin zu starten.
Wir erhalten keine finanzielle oder sonstige Unterstützung von außerhalb der Uni stehenden Organisationen, sprich: von Parteien, Verbänden oder gar vom Staat. Auch innerhalb der Universität erhalten wir keine finanzielle Unterstützung vom AStA, z. B. in Form von Projektförderung. Dieses GIRAFFEN-Info haben wir ausschließlich durch Anzeigen finanziert. Ein solches Verfahren ist zwar aufwendig und manchmal mühsam, garantiert aber unsere Unabhängigkeit.
Du findest uns im Studentenhaus, 1. Stock , Raum B 103, Jügelstraße 1. Einfach durch den Eingang "Pforte" zwischen Uni-Buchladen und dem Café Koz vom Campus aus reingehen, links die Treppe hoch in den ersten Stock, dann den Gang geradeaus durch.
Öffnungszeiten:
montags 1430-1700 Jura-Sammlung
donnerstags 1330-1700 Jura-Sammlung
donnerstags 2000-2230 Jura-Sammlung
Häufig triffst Du auch zu anderen Zeiten irgendwelche "GIRAFFEN" im Büro an.